Anna Dimpfl

Drei Dimensionen, ein klares Tableau: Raum, Zeit und Dialog. Zwei Akteure, ein Ausgangspunkt: gegenüber. Sehen, hören, fragen: wer das Sagen hat, wer führt, wer folgt. Am Rand der Stille stehen bizarre Gesten und Geräusche. Ausbrüche und Einschläge kommen und gehen: Anna Dimpfl (Tanz) und Frank Niehusmann (Musik). „Wir denken uns einen Apfel“ – für Musiker, Tänzerin und Videoprojektion „Die Paradiesfrau holt den Apfel vom Baum der Erkenntnis. Mann und Gott sagen seitdem, daß damit alles Elend begann: Paradies kaputt – wegen eines Apfels. Griechische Göttinnen brachten Prinz Paris mittels Apfel dazu, die Dame Helena zu entführen. Die Folge: epische Katastrophe, Geburt des Abendlandes aus dem trojanischen Krieg. Noch ein Apfel: Der Zank-Apfel. Das zwischen Frauen und Männern. Heute sitzen sie wieder an einem Tisch. Tanz: Anna Dimpfl. Musik: Frank Niehusmann. Und wieder Äpfel.“ Rü Bühne

1967 geboren in Furth im Wald

1984 – 1987 Ausbildung zur Krankenschwester

1998 New Dance, Contact Improvisation, Ausbildungs- und Performanceprojekt `Dance In A Visuel Frame, taught by Keriac´ in San Francisco, USA

1998 – 2004 regelmäßiges Schauspieltraining bei Prof. Jury Vasiljev St. Petersburg und Werkstatt-Inszenierungen auf dem Festival `Trstenicky Faun´ in Tschechien, Regie: Jury Vasiljev

1999 – 2001 Ausbildung im zeitgenössischen Bühnentanz Moving arts, Köln u.a. Daniel Lepkoff, Sonia Mota, Vera Sander, Frey Faust

2001 – 2003 Ausbildungsprojekt Neuer Tanz und Improvisation `bewegungs-art` Freiburg u.a. Lilo Stahl, Bernd Ka, Renate Wehner, Yael Flexer

2008 – 2009 Fortbildung „Butoh“ bei Sabine Seume am TUT Hannover

Seit 2009 regelmäßige Butohworkshops bei Sabine Seume Köln, Lucie Betz Freiburg und Gyohei Zeitsu Paris.

2010 – 2011 Weiterbildung Motopädin, Fachschule für Motopädie Bergisch Gladbach

Sie lebt seit 2009 in Köln und arbeitet als freischaffende Tänzerin und Motopädin. Seit 2011 ist das Atelier 205, im KunstWerk Köln e.V., Bewegungsraum zum Üben, Forschen, Experimentieren und Performance-Ort.

2012 gründete sie gemeinsam mit Claudia Maschek die ButohWerkstatt Köln. Die ButohWerkstatt Köln versteht sich als Freiraum für Bewegungsforschung, Bewegungsexperimente und Performancekunst.

Der Ausgangspunkt ihrer tänzerischen Arbeit ist die `Kunst der Improvisation´. Der Focus liegt auf der Suche nach Authentizität und Präsenz der Bewegung im Augenblick. Dem Spiel mit dem VerRückten das in unseren Dasein und Begegnungen eine Rolle spielt. Sowie das bewegte Innere in ein bewegtes Außen zu bringen. Die Veränderung der Zeit und des Raumes spielen dabei eine wichtige Rolle. So werden für den Betrachter neue Perspektiven des Körpers und des menschlichen Seins sichtbar.

Sich mit mit anderen Künsten wie Malerei, Literatur, Bildende Kunst und Musik zu verbinden ist ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit.

Es fließen Elemente aus Neuer Tanz, Butoh, Improvisation, Theater und Musik zusammen.

Sie wirkte bei verschiedenen Performance-Projekten im In-und Ausland mit, entwickelte Soli und abendfüllende Stücke, gründete in Freiburg das Tanzforum Tanzbanale und das Tanzimprovisations-Labor viedavinci.

Projekte

Auswahl

2016

siehe Aktuell Atelier 205

2015

Oktober

faltenReich – Installation und Performance gemeinsam mit Claudia Maschek, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V.; in Rahmen der Museumsnacht Köln

wir denken uns einen Apfel – ein musikalischer tänzerischer Dialog mit Frank Niehusmann und Günter Heinz, Video: Anna Laclaque Projekttheater Dresden, Festival frei improvisierter Musik

September

Rot – Performance in öffentlichen Raum Stühlinger Kirchplatz Freiburg, Idee und Konzept Lucie Betz in Verbindung mit der Ausstellung HAUPTSACHEROT Morat Institut Freiburg

Juli

wohin willst du – Butoh Tanz Performance in Garten der Mary Bauermeister, Rösrath gemeinsam mit Lucie, Hartmut, Kim Betz, Claudia Maschek, Claudia Garibaldi, Luisa Diederichs, Eva-Maria Kagermann, Claudia Kraus und Musik Thomas Kagermann.

Juni

Butoh-Group-Perfomance – in der Ausstellung „Genau nicht auch anders“ von Wolfgang Schäfer, Werft77, Düsseldorf mit Claudia Maschek,Susan El Hosri, Luisa Diederichs,Wolfgang Schäfer in Coop mit Sabine Seume

von Bewegung zu Beweglichkeit – lecture performance, Duo mit Florian Scholz Performance Abend Querformat, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V.

März

R(h)ein-Finden r(h)ein-Sehen – eine „KunsTspArten Collage“ in Rahmen der Mühlheimer Nacht, mit Fundstücken von Rhein, der Butohgeschichte und Tanzkurzfilme – Regie und Schnitt: Ludger F.J. Schneider, Tanz und Choreo gemeinsam mit Florian Scholz. Konzept und Idee Anna Dimpfl, Atelier 205; KunstWerk Köln e.V.

2014

September

stopp going, go stopping – eine performative Installation mit Lena Mökso, Florian Scholz im Atelier 205, KunstWerk Köln e.V. in Rahmen der offenen Ateliers

April/Jun/Nov

(what’s)between us – Duo mit Melanie Jung, Open space, „tanz-imLaden“ Essen, Kreativhaus Münster, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V.

2013

Dez/Nov

Zeit = Gleich = Zeit – Idee und Performance mit Florian Scholz, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V. zur Langen Nacht der Kölner Museen und Butoh-Performance Abend; Installation/Film: Ludger F. J. Schneider; Sound: Timo Menrath

Oktober

Filmriss – Solo, Kulturbunker köln-Mühlheim und „tanz-im-Laden“ Essen, Soundcollage gemeinsam mit Timo Menrath

September

running bags- reisende Traglast – künstlerische Leitung und Tanz gemeinsam mit Claudia Maschek, Ulrich Harings, Luisa Diederichs, Christina Ott, Patricia Langenfeld in Rahmen des „Urban Art Festival Cityleaks 2013“, Barthonia-Forum, Köln-Ehrenfeld

 Kopfkino – Soundcollage gemeinsam mit Timo Menrath für die Ausstellung von Simone Kirsch, `Haarbühne´ Köln-Mülheim

April

zerO – Duett mit Florian Scholz mit ´bewegte bilder` von Ludger F. J. Schneider, Butoh-Performance-Abend, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V.

Februar

südwind – Solo, Butoh- Performanceabend Blauer Mond, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V.

2012

November

lichtes Rauschen – Performance mit Florian Scholz in der Installation von Ludger F. J. Schneider, Atelier 205 KunstWerk Köln e.V. zur Langen Nacht der Kölner Museen

Oktober

Milchhaut – Solo, Butoh-Performance Abend “3 Frauen 3 Orte 3 Soli“, KunstWerk Köln e.V.

Mai

Murmure de Papillon 3 – Duett mit Lucie Betz – Butoh-Tanz und zeitgenössischer Tanz, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V.

April

Interloper – Tanz-Film, Idee, Film und Schnitt: Ludger F. J. Schneider, Tanz und Choreographie: gemeinsam mit Florian Scholz

März

Kafffleck – Solo, Vernissage – L’espaces – Malerei Collage Objekte von Claudia Maschek, Rathaus Neunkirchen Seelscheid

Februar

Murmure de Papillon 2 – Duett mit Lucie Betz -Butoh-Tanz und Akkordeon, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V.

2011

November

ZeitRaum 44qm – Performance mit Florian Scholz in der Installation von Ludger F. J. Schneider, Atelier 205 KunstWerk Köln e.V. zur Langen Nacht der Kölner Museen

Oktober

Murmure de Papillon 1 – Duett mit Lucie Betz -Butoh-Tanz und Akkordeon, Atelier 205, KunstWerk Köln e.V.; Butoh-Tanz und Akkordeon – von der Komposition im Augenblick geführt, werden gemeinsame Bewegungs-, Emotions- und Klangbilder kreiert.

2010

Mai

ins Wasser fiel der Mond – Solo am TANZFESTival 2010 von Tanz im Laden, Katakomben Theater Essen

2008

Juni

BERTA – ein Bewegungs-Sprechstück, KIEW-Theater E-Werk Freiburg, Idee, künstlerische Projektleitung und Tanz: A. Dimpfl, Regie und Sprache: Marianne Habichhorst

2006

März/April

Tänzerischer Salon – vier Tanzgeschichtliche Themenabende. Schwerpunkt: Deutscher Ausdruckstanz, susie-cafe Freiburg. Idee, Konzeption gemeinsam mit Anna Garms

2005

September

objekt tanz raum – Tanzinstallation – im Foyer E-Werk Freiburg, Choreographie: Anna Dimpfl, Heike Clement, Marion Dieterle, Maria Jäntti, Film: Marco Kienitz, Tim Schrader, Jochen Ohr (Köln)

2004 – 2009 Gründung von viedavinci – `Tanz-Improvisations-Labor´

2004 – 2008 Gründung des Tanzforums TANZBANALE gemeinsam mit M. Dieterle, E-Werk Freiburg, Theater Freiburg. Die Zuschauer und Mitwirkenden werden durch die Kurzstücke aus unterschiedlichen Tanzrichtungen, der Ausstellung zur Tanzgeschichte und den Tanz-Dialogen eingeladen, sich ästhetisch und tanzhistorisch mit Tanz auseinander zu setzen.